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Gertrud Leistikow

Gertrud Leistikow (1885–1948)

 

Zuerst hatte Gertrud Leistikow in Dresden angewandte Kunst, dann in Berlin bei Hade Kallmeyer das Delsarte-System studiert. 1910 trat sie als Tänzerin auf, ging mit Soloprogrammen auf Tournee und heiratete den Architekten Siegfried Richard Müller. Beide zogen nach Pasing in die Waldkolonie, in die Nachbarschaft des Dichters Hans Brandenburg. 1914 probte sie auf dem Monte Verità mit Laban, Wigman und Brandenburg die Hauptrolle in dessen Tanztragödie »Sieg des Opfers«. Doch der erste Weltkrieg stoppte das Projekt und Leistikow und ihr Mann verließen München.

Gertrud Leistikow fand ihr Gesicht ausdruckslos, das sie deshalb oft verhüllte, abwandte und nicht fotografiert wissen wollte. Wohl deshalb sind in Brandenburgs Buch »Der moderne Tanz« (1913) nur drei Fotos von ihr vertreten – obwohl er sie als die bedeutendste solistische Tänzerin Deutschlands einschätzte –, dafür zahlreiche Zeichnungen von Dora Brandenburg-Polster. In der zweiten Auflage 1917 sind dann mehrere Fotos von Hanns Holdt abgedruckt.

Gertrud Leistikow | Foto: ohne Angabe, aus dem Nachlass Hans Brandenburg | © Münchner Stadtbibliothek / Monacensia

Gertrud Leistikow | Foto: Hanns Holdt | © Deutsches Theatermuseum, Archiv Hanns Holdt

Gertrud Leistikow | Foto: Hanns Holdt, München | Fotopostkarte, Motiv Nr. 9472 im Verlag Hermann Leiser, Berlin-Wilmersdorf | © Deutsches Theatermuseum, München

Gertrud Leistikow | Foto: Hanns Holdt, München | Fotopostkarte, Motiv Nr. 9472 im Verlag Hermann Leiser, Berlin-Wilmersdorf | © Deutsches Theatermuseum, Inv. Nr II 46829

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